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Palazzo Fieschi Anfang des 20. Jahrhunderts auf einem Bild von De Avendano,  zu finden in der Galerie für moderen Kunst in Genova-Nervi
"Die Piazza dort ist wirklich sehr schön: 100 Schritt in der Länge und 40 in der Breite; sie ist ein wenig geneigt, sowohl nach Norden als auch nach Süden: auf dem höchsten Punkt, an der östlichen Seite
 
befindet sich der Palazzo Fieschi, dessen Fassade nach Westen blickt." So beschreibt Goffredo Casalis, mit dem Palazzo Fieschi beginnend, die Piazza von Savignone in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Ensemble des Ortes von heute dürfte sich nicht sehr von dem unterscheiden, wie es jenen erschienen ist, die vor einigen Jahrhunderten diesen Ort bewohnten. Der Palazzo, der einst die Residenz der Herren von Savignone war, schließt wie eine monumentale Theaterkulisse die Piazza nach Osten ab, die ideale Umgebung zum Repräsentieren, wo Tag und Tag und über Jahrhunderte hinweg das Schauspiel der Geschichte ablief.
Nüchtern und knapp sind die Informationen über die Zeit, in der der Palazzo erbaut wurde. In den entsprechenden Büchern kann man lesen, daß der Palazzo im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Die wuchtige Erscheinung des Gebäudes, deren Fassade noch heute von zwei eckigen Schilderhäusern flankiert wird, läßt daran denken, daß verschiedene substantielle Veränderungen an dem Gebäude vorgenommen wurden. Diese Veränderungen, ziemlich sicher zwischen 1565 und 1569 vorgenommen im Auftrag des Grafen Ettore Fieschi, haben die spätmittelalterliche Burg in den Rang eines gräflichen Schlosses erhoben. Das Schloß blieb der Hauptwohnsitz der Familie bis zum Ende der Feudalzeit.
Der Graf Ettore Fieschi, von dem eben die Rede war, war übrigens der Onkel und Vormund von Gian Luigi Fieschi, der seinen Weg nicht nur in die Geschichte, sondern auch in deutsche Literaturgeschichte gefunden hat. Gian Luigi Fieschi war jener "Fiesco", dessen Geschichte Friedrich Schiller 1783 in seinem Drama "Die Verschwörung des Fiesco zu Genua" auf die Bühne gebracht hat. Ettore Fieschi hat übrigens damals versucht, seinem Mündel und Neffen die Verschwörung auszureden, mit wenig Erfolg, wie wir wissen und zum Glück für die Literaturgeschichte - wie immer man die Verschwörung politisch beurteilen mag.
Im Jahre 1847 vermietete Carlotta Fieschi, die letzte der Familie, den Palazzo an Dott. Romanengo, der den ganzen Besitz in ein Hotel mit daneben liegenden Thermalbadeeinrichtungen verwandelte. Im großen hnteren Garten, jener der einst der Garten der Grafen von Savignone war, standen nun die Gartentische, an denen Gäste des Grand Hotels Platz nahmen.
Auf diese Phase erneuter Belebung folgte eine Zeit, in der er erneut verlassen wurde.
Jüngst erst ist dieser Verfallsprozeß glücklicherweise gestoppt worden.
Dank er großzügigen finanziellen Unterstützung durch die Region Ligurien konnte die derzeitige Besitzerfamilie, unter der Aufsicht Obersten Denkmalschutzbehörde Liguriens darangehen, den Palazzo umfassend und völlig zu renovieren. Diese Arbeiten haben schließlich zu einer "geschichtlichen Lektüre" des Gebäudes geführt, indem nämlich die originale Bausubstanz wiederhergestellt wurde. Dabei wurden auch in einigen Räumen des ersten Stockes alte Gewölbe wieder ans Tageslicht gebracht, die in früheren Zeiten durch plane Deckenkonstruktionen verdeckt worden waren.
Was uns betrifft, die wir uns heute dieses noblen Gebäudes erfreuen können, das zum Glanz von einst zurückgefunden hat - wir beschränken uns merkwürdigerweise darauf, die Erhaltung des Palazzo seinem alten und idealen Herren anzuvertrauen: dem Kater der Fieschi!
 
 
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Palazzo Fieschi Hotel, Piazza della Chiesa - 16010 SAVIGNONE (GENOVA)
Tel. +39 010.9360063 - Fax. 010936821 P.I: 03401730100 - Email: info@palazzofieschi.it
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